September 2017

Das von mir übersetzte, im Juli erschienene Buch Mein Leben in seinen Pfoten von Wendy Hilling ist der autobiographische Bericht einer schwer kranken Frau, die von einem Assistenzhund begleitet wird. Die an Epidermolysis bullosa erkrankte Frau schildert darin, wie sie zunächst ihrem eigenen Hund Monty beibringt, ihr im Alltag zu helfen, und später mit Ted zum ersten Mal einen professionell ausgebildeten Assistenzhund zugewiesen bekommt. Ted arbeitet nicht nur für sie, sondern ist auch in allen Lebenslagen ihr bester Freund.  Der einfache, ehrliche Text ist in seiner Authentizität anrührend und wird sicher nur wenige Leser kalt lassen. Ein Buch für alle Hundefreunde!

145_10101_173355_xxl

Juli 2017

Eine weitere Neuerscheinung von mir: Der Komiker und studierte Physiker Ben Miller (in Deutschland vielleicht am besten durch seine Rolle in Death in Paradise bekannt) hat ein Sachbuch über die Suche nach außerirdischem Leben geschrieben. Darin beleuchtet er, wie uns die Erkenntnisse über das Leben hier auf der Erde dabei weiterhelfen könnten, eventuelles Leben „da draußen“ zu finden und zu erkennen und vielleicht sogar damit zu kommunizieren.

Miller bereitet in Anybody out there? den bisherigen Stand der Kenntnis auf lockere und für Laien verständliche Art und Weise auf.

Auf solche Projekte, die mich ein wenig von den üblichen Frauenromanen wegführen, bin ich immer sehr stolz, und die Arbeit an dieser Übersetzung hat viel Spaß gemacht, obwohl sie auch eine Herausforderung war!

Anybody out there

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Juni 2017

Diesen Sommer kommen wieder einige neue Übersetzungen von mir auf den Markt.

Den Anfang machen zwei sehr unterschiedliche Frauenromane.

Für immer du und ich ist nach dem ebenfalls von mir übersetzten Erstling An jedem einzelnen Tag das zweite Buch von Marianne Kavanagh. Beide Titel sind im Blanvalet-Verlag erschienen und strömen viel London-Feeling aus. Obwohl die Bücher mit den hübschen Titelgrafiken klar als Chick-Lit vermarktet werden, steckt schon mehr dahinter. Beide sind durch ernste Töne und eine ungewöhnliche Erzählstruktur mehr als nur unbeschwerte Strandlektüre. Gerade im neu erschienenen Für immer du und ich muss man sich auf Themen wie Krankheit und Tod einstellen, wird aber durch eine anrührende Geschichte belohnt, die genau beobachtet und feinsinnig erzählt wird.Für immer du und ich groß

Wer hingegen schon dem Urlaub entgegenfiebert und einfach mal abschalten will, dem sei das locker-flockige Buch Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg, erschienen bei Piper, ans Herz gelegt. Es handelt sich dabei um den zweiten Teil der Trilogie rund um die patente Bäckerin Polly Waterford, die mit ihrem tollen Gebäck das Leben auf einer kleinen Gezeiteninsel in Cornwall aufmischt.

Zwar muss sich Polly in Band zwei mit so einigen Widrigkeiten herumschlagen, aber wenigstens stehen ihr dabei Traummann Huckle und Papageientaucher Neil zur Seite.Sommer in der kleinen Bäckerei

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

April 2017

Wie arbeiten eigentlich Buchübersetzer? Schon seit längerem überlege ich, zu diesem Thema ein paar Blogeinträge zu bringen. Den Anfang macht heute ein Interview mit meiner lieben Kollegin Jutta Schiborr, die mit mir zusammen studiert hat und inzwischen in Brüssel lebt und arbeitet.

Mehr zu Jutta Schiborr und ihrer Arbeit findet man auf ihrer Homepage juttaschiborr.eu .

 

IMG_2947-minWie bist du zum Übersetzen von Büchern gekommen?

Über meine Liebe zu Büchern und zur Literatur. Solange ich denken kann, habe ich immer viel und gerne gelesen. Daher war mir früh klar, dass ich beruflich etwas mit Büchern machen möchte.

Nach meiner Ausbildung zur Buchhändlerin bin ich dann für ein Jahr nach Paris gegangen, um meine Französischkenntnisse auszubauen und das französische Buchhandelssystem kennenzulernen.

Im Anschluss daran habe ich das Diplomstudium „Literaturübersetzen“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf absolviert (in den Sprachen Französisch, Englisch und Deutsch als Zielsprache). Als Übersetzerin kann ich meine beiden Leidenschaften – Bücher und Fremdsprachen – auf ideale Weise vereinen.

 

Wie sieht dein Tagesablauf aus?

In der Regel bin ich ab ca. 8 Uhr 30 im Büro und übersetze bis zum späten Nachmittag. Die Zeit danach ist der Familie gewidmet. Wenn eine Deadline näher rückt bzw. ein Projekt sich als sehr rechercheintensiv erweist, setze ich mich auch abends noch an den Schreibtisch.

juttaschiborr.eu

Was findest du an deinem Beruf besonders schön?

Dass ich mich den ganzen Tag über mit Büchern und Sprache(n) beschäftigen kann! Diese intensive, kreative Textarbeit mag ich wirklich sehr. Und auch, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann, empfinde ich als großes Plus. Wenn ich tagsüber mal einen Termin habe, hänge ich einfach den Abend dran, um auf mein Seitenpensum zu kommen.

 

Gibt es auch Sachen, die du nicht so toll findest?

Die Einsamkeit am Schreibtisch macht mir manchmal zu schaffen. In diesen Momenten vermisse ich die Zeit, in der ich als Buchhändlerin gearbeitet habe und von netten Kollegen umgeben war. Aber das ist zum Glück nur ab und zu der Fall. In der Regel sitze ich gerne am Schreibtisch und genieße die Ruhe, sodass ich mich ganz aufs Übersetzen konzentrieren kann.

 

Du übersetzt ja nun neben Romanen auch Kochbücher. Wie hat sich das ergeben?

Durch einen glücklichen Zufall. Eine Freundin hörte von einer Lektorin, die eine Übersetzerin für ein Kochbuch aus dem Französischen suchte. Ich habe den „Sprung ins kalte Wasser“ gewagt und so viel Spaß beim Übersetzen gehabt, dass ich gleich wusste, ich will mehr davon! Kochbücher zu übersetzen, empfinde ich als etwas sehr Sinnliches. Gleichzeitig lerne ich eine Menge über Zutaten und neue Zubereitungsmethoden. Auf diese Weise vertieft man sein Wissen und erhält wertvolle kulinarische Anregungen, was natürlich auch dem Rest der Familie zugutekommt 😉

 

Gibt es da bei der Arbeit Unterschiede? Was machst du lieber – Romane oder Kochbücher übersetzen?

Die Arbeit an einer Romanübersetzung ist intensiver und zeitaufwendiger als bei einer Kochbuchübersetzung – schon allein durch die Tatsache, dass die Textmenge bei Romanen in der Regel um einiges umfangreicher ist. Außerdem stehen bei Romanübersetzungen stärker stilistische und rhythmische Fragen im Vordergrund. Der Text soll ja „aus einem Guss“ sein und sich im Deutschen schön flüssig lesen.

Bei Kochbüchern hingegen geht es vor allem um sorgfältige Recherchen im Hinblick auf Zutaten und eventuelle landestypische Unterschiede. Und um das entsprechende Fachvokabular, das natürlich ebenfalls dazu gehört. Wobei Kochbuch nicht gleich Kochbuch ist! Wenn ein Kochbuchautor beispielsweise einen eher literarischen Stil pflegt und den Schwerpunkt auf umfangreiche Rezepteinführungen und Beschreibungen legt, unterscheidet sich meine Arbeit oft gar nicht so sehr von Romanübersetzungen.

Letztlich mache ich beides gleich gerne. Die Abwechslung empfinde ich als großen Vorteil und ich hoffe, dass ich beide Bereiche weiter ausbauen kann.

Dezember 2016

So, Weihnachten kommt mit großen Schritten näher, da muss ich mich mit meinem letzten Blogeintrag für dieses Jahr sputen!

Bereits im November ist eine neue Übersetzung von mir aus dem Spanischen erschienen, Die Kleidermacherin von Núria Pradas. Und der Roman spielt in Barcelona, der Stadt, in der ich lebe!

Die Kleidermacherin

Darin geht es um die junge Laia, die Anfang des 20. Jahrhunderts eine Stelle im Modehaus Santa Eulalia antritt und dort einem Mann begegnet, der ihr Leben für immer verändern wird. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte widersetzt sich die willensstarke Laia als beruflich erfolgreiche Frau und alleinerziehende Mutter den Konventionen ihrer Zeit. Leider verhärtet sie dabei innerlich und erkennt erst im reifen Alter, dass Zielstrebigkeit und Erfolg im Leben nicht so glücklich machen wie persönliche Beziehungen und vielleicht sogar Liebe.

Da im Buch das fiktive Schicksal von Laia mit dem des wirklich existierenden Modehauses Santa Eulalia eng verknüpft ist, habe ich mich hier in Barcelona auf Spurensuche begeben.

Im Großteil des Buches arbeitet Laia in den ursprünglichen Geschäftsräumen von Santa Eulalia im Zentrum der Stadt. Der Laden befand sich früher am Pla de la Boqueria, einem kleinen Platz direkt an Barcelonas berühmter Flaniermeile, der Rambla. In dem Gebäude findet sich heute eine Bankfiliale.

Alter Laden        Schild Pla de la Boqueria        Rambla

Im letzten Teil des Buches zieht Santa Eulalia dann um, und der neue Laden wird an der Luxuseinkaufsstraße Passeig de Gràcia eröffnet, was für Laia zu einer existenziellen Krise führt.

Tatsächlich gibt es Santa Eulalia dort heute immer noch. Das Modehaus liegt genau gegenüber von Gaudís berühmter Casa Milà, die von Einheimischen liebevoll-spöttisch Pedrera, also Steinbruch, genannt wird.

Schild Santa Eulalia         Neuer Laden        Casa Milà / La Pedrera

Es war wirklich interessant, die Schauplätze des Romans aufzusuchen, und ich kann Die Kleidermacherin allen empfehlen, die auf ein Buch mit viel Barcelona-Flair aus sind!

Merken

Merken

Oktober 2016

Der Oktober ist für die Vertreter der deutschen Buchbranche traditionell eine der arbeitsreichsten Zeiten des Jahres, in diesem Monat findet nämlich die Buchmesse in Frankfurt statt, eine der wichtigsten weltweit.

 

frankfurter-buchmesse

 

Hier treffen Schriftsteller und ihre Agenten auf Verleger und Lektoren, es werden Kontakte geknüpft und Geschäfte unter Dach und Fach gebracht. Außerdem gibt es natürlich jede Menge Veranstaltungen und Lesungen sowohl für das Fachpublikum als auch für interessierte Laien. Dieses Jahr wird auch einer „meiner“ Autoren mit dabei sein, Club der roten Bänder-Erfinder Albert Espinosa. Er kann in Frankfurt gleich zwei neue Bücher vorstellen, die im Oktober auf dem deutschen Markt erscheinen, und die beide ich aus dem Spanischen übersetzt habe. Kailash bringt Die roten Geheimnisse heraus, und bei Goldmann erscheint Club der blauen Welt.

 

Bildergebnis für die roten geheimnisse

 

 

blaue-welt

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

September 2016

Bereits Ende August ist eine neue Übersetzung von mir erschienen, die mir aus zwei Gründen besondere Freude bereitet:

Zum einen ist Mind-Blown von Matthew Santoro ein unterhaltsames Faktenbuch mit skurrilen Informationen über die Welt, in der wir leben, und unterscheidet sich damit stark von meinen üblichen Übersetzungen. Ich freue mich jedes Mal, wenn mir eins meiner Projekte die Möglichkeit gibt, mich mal mit ganz neuen Themen zu beschäftigen.

Zum anderen ist es das erste Buch, für das ich mit dem neugegründeten deutschen Penguin-Verlag zusammengearbeitet habe, einem Ableger des bekannten englischen Verlagshauses. Ich hoffe, dass es von mir bald noch mehr Übersetzungen mit dem legendären Pinguin-Logo auf dem Cover geben wird!

 

 

Bildergebnis für santoro mind blown unglaublichsten Fakten

Merken

Merken

Merken

Juli 2016

Gerade ist von mir eine neue Übersetzung erschienen, der Krimi Das Versprechen der Schwestern der Spanierin María Oruña. Darin geht es einen jungen Mann – halb Spanier, halb Engländer – in dessen ererbtem Haus an der nordspanischen Küste ein gruseliger Fund gemacht wird: Bauarbeiter entdecken in einer Wand eine uralte Säuglingsleiche.

Während die Polizei diesbezüglich ermittelt, gibt es in der Gegend plötzlich einen Toten nach dem anderen. Will da jemand ein dunkles Geheimnis vertuschen?

Um herauszufinden, was es mit all dem auf sich hat, müssen die Leser in die Vergangenheit reisen und in das Leben von zwei mittellosen Schwestern eintauchen, die alles tun würden, um sich eine bessere Zukunft zu sichern.

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Juni 2016

Diesen Monat ist eine neue Übersetzung von mir erschienen, welche ich guten Gewissens als perfekte Sommerlektüre anpreisen kann.

In Die kleine Bäckerei am Strandweg geht es um Polly, die nach dem Bankrott ihrer Firma auf eine winzige Gezeiteninsel in Cornwall zieht, um dort ihre Wunden zu lecken.

Zur Entspannung backt Polly gern Brot, und weil das auf der Insel erhältliche Weißbrot eher ungenießbar ist, hat sie bald einen treuen Stamm von Abnehmern, den sie aber vor der Ladenbesitzerin im Ort geheimhalten muss. Generell ist mit Mrs Manse nicht gut Kirschen essen, selbst der wird jedoch bald klar, dass sie wohl besser mit der talentierten jungen Bäckerin zusammenarbeitet als gegen sie.

Zum Glück hat Polly in den Fischern des Ortes bereits Freunde gefunden, und dann gibt es ja noch ihren geflügelten Mitbewohner, Papageientaucher Neil, und diesen etwas seltsamen, aber äußerst gutaussehenden amerikanischen Imker …

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

April 2016

Diesen Monat verbringe ich in London, wo ich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinde. Zwar übersetze ich auch hier und arbeite an meinen Englisch, gleichzeitig genieße ich jedoch die Zeit in der zauberhaften Weltmetropole.

Besonders schön finde ich, dass ich dabei sozusagen die Schauplätze einiger meiner Übersetzungen besuche.

 

IMG_1344

 

So schlägt sich Holly in E-Mail für Holly in der City mit den Tücken des Berufsalltags in der Londoner Finanzwelt herum, und in Prada, Party und Prosecco muss sich Glamourgirl Sophie plötzlich ihre Brötchen selbst verdienen und in einer Schmuddel-WG in Südlondon hausen.

 

IMG_1373

 

Der hübsche kleine Innenhof, in dem in Traummann mit Zuckerkuss ein Cupcakecafé eröffnet wird, befindet sich im Buch zwar viel weiter in Londons Norden, ich bin mir beim Besuch des Flower Market in der Columbia Road aber jedes Mal ganz sicher, dass die Autorin von den verwinkelten kleinen Backsteingebäuden mit ihren Höfen direkt nebenan inspiriert wurde.

Das meiste London-Feeling gibt es aber vermutlich in An jedem einzelnen Tag. Ohne sich dabei je kennenzulernen oder auch nur wahrzunehmen, begegnen sich darin die beiden Hauptfiguren immer wieder an den unterschiedlichsten Orten in London, sei es im Restaurant in Chinatown oder beim Besuch der Abschlussausstellung von Kunststudenten.

 

Merken